Die richtige Laufbekleidung im Winter

Joggen bei Kälte?

Kaum sinkt das Quecksilber unter die 5-Grad-Marke, sinkt auch bei vielen Hobbysportlern die Lust und Motivation laufen zu gehen. Der Winter macht viele Menschen gar zu Sportmuffeln. Dabei ist das Training an der im wahrsten Sinne frischen Luft weder schädlich für die Muskeln noch für die Laune – ein Lauf durch den Wald oder den Park hilft in dieser ungemütlichen Jahreszeit eher dabei, das Wohlbefinden zu steigern. Das gilt sowohl für erfahrene Läufer als auch für Anfänger. Doch natürlich müssen Sie bei Temperaturen unter fünf Grad und vor allem unter dem Gefrierpunkt einige wichtige Dinge beachten.

Langsam einsteigen

Gerade als Einsteiger sollten Sie es vermeiden, den Körper zu überbeanspruchen. Die ungewohnte Bewegung ist als solche schon eine neue Herausforderung für Muskeln und Organe. Denn was ist ärgerlicher als sich direkt beim ersten Lauf durch den Wald zu verletzen und direkt wieder aufhören zu müssen. Oder die eigene Kondition so zu überschätzen, dass man nach der ersten Runde keine Lust hat je wieder joggen zu gehen. Denn auch wer regelmäßig Sport treibt oder gar im Fitnessstudio auf dem Laufband trainiert, sollte sich auf die besonderen Wetterbedingungen einstellen.

Gut aufwärmen

Um Zerrungen oder Überdehnung zu verhindern, ist es wichtig, dass Sie sich ausreichend aufwärmen und langsam loslaufen. Das Aufwärmen sollte generell nicht unterschätzt werden, denn gerade im Winter ist das Verletzungsrisiko erhöht. Dafür sollten Sie sich also genug Zeit nehmen und durchaus auch bei den Aufwärmübungen variieren, um den Körper optimal auf das bevorstehende Training vorzubereiten.

tl_files/maximalpuls/img/winterlauf.jpgZwiebelprinzip statt Daunenjacke

Nur weil draußen nicht mehr T-Shirt-Wetter herrscht, heißt das nicht, dass Sie auch beim Joggen eine Daunenjacke anziehen müssen. Ganz im Gegenteil! Achten Sie eher darauf, dass Sie mehrere dünne Schichten übereinander ziehen – ganz nach dem Zwiebelprinzip also. Denn während des Laufens steigt die Körpertemperatur an und es herrschen schnell „Saunagefühle“ unter der Kleidung, wenn diese zu warm und unpassend ist. Auch Baumwolle sollten Sie unbedingt vermeiden, da der Schweiß nicht abtransportiert werden kann und sich aufgrund von zu nasser Kleidung schnell das Frieren einstellt. Allerdings ist es durchaus ratsam, eine Mütze und Handschuhe anzuziehen, da über den Kopf viel Wärme abgegeben wird und auch die Hände beim Laufen schnell kalt werden.

Was ist das besondere an Funktionskleidung?

Das Zauberwort heißt „Funktionskleidung“: Funktionstüchtige Laufbekleidung für jedes Wetter ist ein Muss für alle Läufer, weil diese dank ihres Materials den Schweiß gut nach außen transportiert. Das fängt bei der Unterwäsche bereits an, die auf jeden Fall speziell für Sport gemacht sein sollte. Funktionswäsche verhindert ein schnelles Frieren, gerade bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Außerdem schützt sie vor Wind und Regen und sorgt somit für die optimale Belüftung während des Trainings – der Körper kann atmen und wird weder überhitzt noch kühlt er aus. Auf keinen Fall sollten Sie außerdem reflektierende Teile – Aufkleber, Aufnäher oder Weste – am Körper vergessen. Denn vor allem in der dunkelsten Jahreszeit werden Sie sonst schnell übersehen.

Und los geht‘s!

Es gibt also keine Argumente mehr, um im Winter nicht joggen zu gehen. Es ist gesund und hält die Laune auch bei grauem Wetter hoch. Das heißt: Funktionskleidung und Laufschuhe anziehen, den mp3-Player mit der Lieblingsmusik einstecken und loslaufen!

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