Kopfhörer für den Sport - der Praxis-Test

Köpfhörer für den Sport müssen neben den üblichen Kriterien wie einem guten Klang und einem angenehmen Tragekomfort noch weitere Bedingungen erfüllen, um im Sportbereich zu überzeugen. Der Träger bewegt sich deutlich mehr als im Alltag, oft ruckartig, das Gesicht ist feucht und der Läufer auf Grund seiner Geschwindigkeit und stetigen Bewegung von den Umgebungsgeräuschen abhängig.

Wir durften uns in den letzten 4 Wochen zahlreiche Modelle von Sportkopfhörern (inEar) einmal näher anschauen und in freier Wildbahn testen. Dabei haben wir neben den bereits genannten Punkten ein Augenmerk auf Verarbeitung, Verkabelung (Kabellänge und Biegsamkeit), Tragefunktionalität, Einstellungsmöglichkeiten, Wettertauglichkeit, Außengeräuschwahrnehmung und Reinigungsmöglichkeiten gelegt. Wir testen mit insgesamt vier Testpersonen während Dauerläufen bei Wind und Wetter auf kurz- und mittellangen Streckenabschnitten in Wald und Wiese, sowie auf urbanen Strecken in der Stadt. Den teilnehmenden Herstellern Teufel, Jabra, House of Marley, Creative, Monster, audio-technica und Sennheiser danken wir für die freundliche Kooperation. Bose, Sony und Philips waren nicht an einem Test interessiert.

Teufel Move Inear Headset

Teufel Move KopfhörerMove, der neue In-Ear Kopfhörer. Ideal für alle mit viel Bewegungsdrang. Sportlich in der Ausstattung, mit hohem Tragekomfort & kräftigem Teufel Sound. Move on. (Quelle/ Bildquelle: Teufel.de)

Auspacken und erster Eindruck

Die Kopfhörer der Berliner Audio-Schmiede kommen mit reichlich Zubehör: Drei verschiedene Kunststoff/Gummi Aufsätze für unterschiedlich große Gehörgänge, einem Reinigungs- und Aufbewahrungsröhrchen, einem 112 cm langen, leicht dehnbaren Kabel mit statischer Kanalverzweigung und Bedienelement inkl. Freisprecheinrichtung (MFI - Made for iPod) am linken Teilstück - hat so seine Tücken, denn nicht immer reagiert das iPhone auf den Tastendruck - , einem Adapter von 3 mm x 3,5 mm und einer verschließbaren Transportbox. Die 100 g schweren Kopfhörer machen einen qualitativ hochwertigen Eindruck, riechen allerdings (nicht unangenehm) nach Kunststoff. Die Kopfhörerelemente selbst sind im 45°-Winkel gebogen und passen sich somit dem Ohr an. Das Anbringen der Aufsätze auf den Elementen ist etwas kniffelig und erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl - sitzen sie allerdings einmal auf der Arretierung, bleiben Sie auch dort. Dadurch, dass dem Membran ein rohrartiger Klangkanal vorgebaut ist, tippen wir darauf, dass die Lautsprecher recht unempfindlich hinsichtlich Feuchtigkeit sein werden, doch dazu später im eigentlichen Test mehr. Auch die robust wirkenden Kabel selbst sind an den Knotenpunkten und Eingängen vollgummiert umfasst und sollten wasserfest abschließen. Erstaunlich: Nach einigen Minuten hat man nicht mehr das Gefühl, etwas im Ohr zu haben. Das Kabel ist zudem angenehm steif, was das nervige Verknoten minimieren könnte. Das Kabellende ist zudem mit einem dehnbaren Stück ummantel und unterstützt wohl den Gebrauch während der Bewegungen. Ein klarer Sportkopfhörer.

Klang und Lautstärke

Der Teufel Move Kopfhörer hat einen kräftigen und klaren Klang. Gerade wenn man wie in der Kurzanleitung beschrieben, die Kopfhörer fest und abgeschlossen im Ohr trägt, setzt sich ein für Kopfhörer erstaunlich kräftiger Bass durch. Das wahrgenommene Klangbild ist überzeugend - es wirkt harmonisch und ausgeglichen. Wir sind keine Audio-Experten, aber das Gerät konnte uns auf Anhieb im "Bürobetrieb" überzeugen. Was uns auffällt: Die Ohrstöpsel schirmen die Aussengeräusche sehr stark ab, leiten dann jedoch Reibungen am Kabel geräuschlich stark weiter. Man ist abgeschirmt, hört aber deutlich die Bewegungen des Kabels an der Kleidung. Das kann beim Laufen evt. störend wirken - auch ist eine geräuschliche Abschottung beim Joggen eher ungünstig. Jetzt geht es auf die Strecke.

Praxistest, 3,5 km, Stadt, Musik: Rock

Die Teufel Kopfhörer lassen sich einfach in die Ohren stecken und schon kann es losgehen. Ich starte meinen ca. 3,5 km langen Lauf durch unsere Siedlung. Der Boden ist asphaltiert und entsprechend laut kann ich meine Schritte als dumpfes Poltern über die Ohrstecker hören. Auch das Kabel raschelt an meiner Jacke und verursacht Störgeräusche. Ich drehe also die Musik etwas lauter und schon kann ich mich auf Musik und meinen Lauf konzentrieren. Ich lasse mich durch die Gegend treiben und habe einen guten Klangeindruck. Lediglich in den Pausen zwischen den Liedern fällt mir das laute Poltern des Kabels negativ auf. Nach gut 10 Minuten muss ich die Straßenseite wechseln und habe fast ein Auto übersehen oder vielmehr überhört, denn Außengeräusche kommen durch die Ohrstöpselform und die durch die Reibungsgeräusche laut gedrehte Musik natürlich überhaupt nicht mehr durch.

Die Kopfhörer halten den ganzen Lauf stabil und sicher im Ohr, auch bleibt der Klang nahezu gleich. Als es anfängt leicht zu regnen habe ich keine Bedenken, die Kopfhörer im Ohr zu lassen.

Fazit: Ein guter Laufkopfhörer, lediglich das Poltern vom Kabel und die totale Isolation haben mich gestört.

Praxistest, 9 km, Wald, Musik: Elektronisch

Kopfhörer an den iPod, in die Ohren und los. Klanglich bin ich sofort überzeugt - Teufel ist nach wie vor eine Qualitätsmarke. Ich biege vom Parkplatz in den Wald. Die dumpfen Geräusche vom Auftreten hört man deutlich im Ohr. Ich stelle die Musik lauter um das zu übertönen. Der Sitz ist gut und fest. Es fängt schnell an zu regnen und auch mit nassen Ohren ändert sich nicht viel am Klang und am Sitz im Ohr. Das Kabel ist flexibel und verdreht sich nicht. Nach einer halben Stunde nehme ich beide Kopfhörer während des Laufens kurz aus dem Ohr - keine Druckstellen - und stecke sie dann wieder zurück. Keinerlei Beeinträchtigungen durch den Regen. Nach ca. 4km hat sich der linke Kopfhörer dann doch aus dem Gehörgang gelöst und bestraft den nicht optimalen Sitz direkt mit Klangeinbußen. Das lässt sich aber wieder korrigieren und hält ca. 5 Minuten. Danach löst sich auch etwa zeitgleich der rechte Kopfhörer. Aber mit einem Griff alle 5 Minuten kann ich noch leben. Es ist zwar seitdem nicht optimal, da beide Ohrstöpsel ab und zu leicht herausrutschen, aber mit einem Griff kann man den guten Klang und den "tiefen" Sitz im Ohr wieder herstellen. Die Fernbedienung hat den ganzen Lauf über nicht funktioniert. Teufel liefert dafür ein Adapterstück mit, das ich allerdings nicht greifbar hatte. Am Ende der Runde nehme ich die Stecker aus den Ohren und bin angetan von den kleinen Teufeln.

Fazit: Gut. Störend war allein der dumpfe Klang, wenn man mit dem Fuss auftritt. Hier fehlt eine Kabelklemme oder sonstiger Mechanismus, um das Kabel zusätzlich am Körper zu fixieren.

Pros: satter Klang, stabiles Kabel, Knickschutz, Sitz dauerhaft meistens gut
Contras: Gewicht, akkustische Abgeschirmtheit, Störgeräusche durch Reibung am Kabel, Fernbedienung nicht immer funktionsfähig, starker Wind pfeift, Gelpads staubanziehend

Hier geht es zum Einzelbericht

 

 

Bowers & Wilkins - C5 In-Ear Headphones

C5-Gloss-Black-White.jpgOb zuhause, unterwegs oder bei sportlichen Aktivitäten – der C5 schirmt Sie wirkungsvoll gegen störende Nebengeräusche ab und bietet Ihnen eine einzigartig natürliche und unverfälschte Wiedergabequalität Ihrer Lieblingsmusik sowie besten Tragekomfort. (Quelle/ Bildquelle: Bowers-Wilkins.de)

Auspacken und erster Eindruck

Der C5 könnte aus der Zukunft stammen - so waren zumindest unsere ersten Gedanken beim Auspacken des inEar-Flagschiffs des englischen Herstellers. Der recht leichte Kopfhörer in edlem grau-schwarz besticht zweifelsohne durch seine Ohrstöpsel-Form, denn die Ohrstücke werden nicht einfach nur in den Gehörgang gesteckt. Zusätzlich gibt das rund gebogene Audiokabel Halt - es sitzt in der Ohrmuschel und fixiert den Kopfhörer in seiner Position. Ein aussergewöhnliches Konzept, das bei den typischen Laufbewegungen für zusätzlichen Halt sorgen könnte. Zusätzlich mitgeliefert werden drei verschiedene Aufsätze für unterschiedliche Ohrgrößen und eine verschließbare Transporttasche in gestickter Velouroptik.

Die 20 g leichten Kopfhörer machen einen sehr hochwertigen Eindruck, der Klinkenstecker ist vergoldet und zusätzlich isoliert, der statische Kabelzweig ist mit einer Hartplastikröhre verstärkt. Am linken Kabelstrang befindet sich eine Fernbedienung inkl. Freisprechelement (MFI - Made for iPod) mit lauter-leiser und Mitteltaste, die wir später noch testen werden. Das Bedienelement wirkt etwas günstig im Vergleich zum Rest des Kopfhörers. Die Ohrpassstücke (Wolfram) selbst sind im Ohrstück mit wechselbaren Aufsetzen versehen. Der Wechsel fordert etwas Geschick und Vorsicht, da die Gummistücke empfindlich sind. Im hinteren Bereich befindet sich eine Art feinmaschiges Gitter aus zahlreichen Mini-Kügelchen, was als miroporöser Filter für das Klangbild verantwortlich sein soll. Interessant ist, wie oben schon angesprochen, die zusätzliche Arritierung des Kopfhörers durch das um den hinteren Teil des Ohrstöpsels geführte und verstärkte Anschlusskabel. Dies lässt sich individuell auf den Durchmesser des Innenohres einstellen und sorgt so für einen fast ruckelfreien, am Anfang ungewohnten Sitz im Ohr. Nach einigen Minuten macht sich trotz der relativ kurzen Aufsätzen ein leichtes Druckgefühl bemerkbar, obwohl die Gummierung optimal abschließt. Das kann sich aber mit Sicherheit noch legen. Das 1,2m lange flexible, silberne Kabel selbst macht einen durchweg stabilen Eindruck und ist transparent ummantelt/vollgummiert.

Klang und Lautstärke

Glasklar, dynamisch und sehr gut ausgesteuert - viel mehr muss man an dieser Stelle nicht sagen. Wir sind angetan vom C5. Im Büro überzeugt uns Bowers&Wilkins auf Anhieb. Höhen und Tiefen harmonieren bei allen getesteten Musikrichtungen und selbst der Bass kommt druckvoll, aber unaufdringlich. Wie auch der Kopfhörer von Teufel hat der Klang anscheinend seinen Preis - denn auch hier werden durch die Ohrstöpselform die Außengeräusche abgeschirmt, was beim Einsatz auf der Straße schnell gefährlich werden kann. Was ansonsten als Feature gilt (die moderate Abschirmung ist im Alltag angenehem und nützlich), ist evt. für den Gebrauch als Sportkopfhörer eher negativ. Man fühlt sich allerdings nicht ganz so isoliert wie beim Konkurrenzprodukt - einige Geräusche dringen dennoch durch, wenn auch nur gedämpft. Die Geräusche, die das reibende Kabel an der Kleidung verursacht, sind ebenfalls störend und ebenso wie kräftige Schritte als deutliches Rumpeln wahrnehmbar. Wir sind gespannt auf den Praxistest unter Bewegung.

Praxistest, 8,7 km, Wald, Musik: Rock

Nach dem Aufwärmen hole ich die B&W C5 aus der Tasche und schließe sie an den iPod an. Die Ohrstecker habe ich mit einem Griff im Ohr platziert und starte den Player. Wow, der Sound ist fantastisch und ich begebe mich auf meine Lieblinslaufrunde bei strahlendem Sonnenschein. Meine Playlist wurde in den letzten Monaten immer wieder auf meine Bedürfnisse angepasst und so lausche ich Anfangs zwar rythmischen, aber noch langsameren Liedern während es zum Ende hin immer lauter und härter wird. Ich starte mit einer Studioaufnahme von den Beatsteaks. Der Sound ist wirklich klasse, die Kopfhörer sitzen fest im Ohr und auch das typische Geraschel, das man sonst bei abschließenden InEar-Kopfhörermodellen hat, hält sich hier erstaunlicherweise in Grenzen. In den Pausen zwischen zwei Liedern kann man es dann doch wahrnehmen, es ist aber längst nicht so störend wie bei anderen Modellen. Nach ca. 2 Kilometern erhöhe ich die Lautstärke an der Fernbedienung, was problemlos klappt und selbst dabei verlieren die Kopfhörer nicht ihren Halt im Ohr. Ich laufe weiter meine Strecke, werde aber überraschend von 2 Mountainbikefahrern überholt. Ok, die Geräusche der Aussenwelt sind also komplett abgeschirmt und ich muss mich ab und an umsehen, gerade wenn ich die Seite des Weges wechseln möchte. Aber das ist für mich kein Minuspunkt. Etwa auf halber Strecke laufe ich ca. 500m über eine Anhöhe. Hier pfeift der Wind sehr deutlich, was sich auch in den Kopfhörern wiederspiegelt. Diese stehen etwas weit aus dem Ohr heraus und fangen so leider den Wind ein. Nach 3 Minuten ist der Zauber aber vorbei und ich habe wieder den vollen Musikgenuss. Die letzten Kilometer drehe ich die Musik noch einmal etwas lauter. Der gute Klangeindruck bleibt und ich kann noch einmal derlei angefeuert einen Zahn zulegen.

Fazit: Ein toller Kopfhörer mit fantastische sattem Klang und auf Grund des perfekten Sitzes im Ohr, der Fernbedienung und dem geringen Kabelgeräuschen bei Reibung sehr gut für den Sport geeignet. Ich bin vom C5 durch die Bank weg überzeugt worden. Einziges Manko ist der Preis - ich bin mir nicht sicher, ob ich bei Regenwetter Gefahr laufen möchte, dass der Kopfhörer etwas abbekommt. Da er hinten durch das Membran nicht abgeschlossen ist, könnte hier evt. Wasser eindringen. Das ist mir dann doch etwas zu heikel.

Praxistest, 8,0 km, Wald und Straße, Musik: Elektronisch

Der Klang überzeugt direkt vom ersten Schritt an, auch wenn in leisen Passagen das Geraschel des Kabels leicht mitschwingt. Der Halt im Ohr ist fantastisch, selbst als sich das Kabel in einer weiten Drehbewegung kurz am T-Shirtrand festsetzt, hält die gut designte Vorrichtung den Stecker im Ohr. Ich höre gerade den 3. FLAC-Title über meinen Player, als mich von hinten etwas am Bein streift - ein übereifriger kleiner Mischling mag wohl nicht so gerne Jogger. Mir passiert nichts (und ihm auch nicht), aber erschrocken habe ich mich doch. Ich habe wohl die Musik etwas zu laut und drücke am Bedienelement, bis ich auch ein wenig von den Geräuschen um mich herum mitbekomme. Der Lauf ist weiterhin nicht ereigniserregend, aber die Kopfhörer können mich auf den restlichen Kilometern bei wechselnden Rythmen mehr als überzeugen. Ich bin kein Technikfreak, aber das was da aus den Ohrsteckern kommt ist wirklich fantastisch. Nach knapp einer Stunde komme ich wieder vor der Haustüre an und werde die Bowers&Wilkins wohl noch des Öfteren beim Jogging benutzen.

Fazit: Ein guter Laufkopfhörer mit super Klang.

Pros: perfekter, dynamischer Klang, Halterung im Ohr, gute Fernbedienung
Contras: akkustische Abgeschirmtheit, leichte Störgeräusche durch Reibung am Kabel, nicht wasserfest und schwieriger zu reinigen

Hier geht es zum Einzelbericht

 

 

Jabra Sport Wireless+

Jabra Sport Wireless+Mit einem unschlagbaren Klang und ohne lästiges Kabelwirwarr, das Sie zurückhält, werden Sie das Training zu Ihren Lieblingssongs genießen – und gar nicht mehr aufhören wollen. (Quelle/ Bildquelle: Jabra.com.de)

Auspacken und erster Eindruck

Der Jabra Sport Wireless+ ist der erste Exot in unserer Testreihe, denn das Gerät soll sich über Bluetooth mit unserem iPhone verbinden. Damit ist schon ein Tester bei uns ausgeschieden, denn dieser möchte sein Smartphone nicht mit sich herumtragen, wenn er Laufen geht. Der Kopfhörer besteht aus zwei vollgummierten Ohrelementen in sportlichem schwarz-gelbem Look, die sich mit Trägern hinter dem Ohr festklemmen lassen und einem ca. 25 cm langen Verbindungskabel, das hinter dem Kopf getragen wird. Die Kopfhörer selbst sind vollgummiert und leicht zu verbiegen, so dass sie sich der Ohrform anpassen können. Am rechten Element sind die Funktionsknöpfe angebracht. Der inEar-Teil hat eine separate Ummantelung, die gegen eine der drei mitgelieferten Gel-Aufsätze mit unterschiedlichen Größen/Formen ausgetauscht werden kann. Praktisch: Im Lieferumfang ist ein Armbandgurt, mit dem sich das iPhone am Oberarm befestigen lässt. Somit hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn erstens hat die Bluetooth-Technik keine besonders große Reichweite und zweitens hat man hat sein Abspielgerät gut verstaut. Das Anlegen der Ohrhörer ist gewöhnungsbedürftig und hat uns einige Handgriffe gekostet. Ist der Bügel aber einmal ums Ohr gelegt, hat der Kopfhörer einen sicheren Halt. Einzig die fixe Größe stört uns ein wenig - hier wäre eine Anpassungsmöglichkeit sehr hilfreich gewesen. Die Ohrstücke selbst sind relativ groß ausgefallen und der Kategorie "klassische inEar"-Kopfhörer zuzuordnen, so wie sie schon seit etlichen Jahren produziert werden. Trotz der Gelpolster haben wir alle sehr schnell den Eindruck, dass die Ohren "warm" werden. Ein erstes Anzeichen von erhöhter Blutzirkulation im Ohr. Dafür ist das ganze Gerät sehr leicht und das Gewicht fällt kaum auf beim Tragen. Auch können wir keine Störgeräusche, z.B. durch Reibung feststellen.

Die Inbetriebnahme ist sehr einfach: Nach dem Aufladen über ein Netzteil (ca. 2 Stunden) signalisiert das Gerät durch eine LED die Betriebsbereitschaft. Bluetooth am Handy einschalten, den Play/Pause Knopf am rechten Ohrhörer gedrückt halten und schon "pairen" sich beide Geräte voll automatisch, die Steuerung funktioniert auf Anhieb und auch der Radioempfang ist einfach einzustellen. Ob man die kleinen Tasten auch blind hinterm Ohr findet, könnte eine spannende Frage werden. Die Laufzeit des Akkus wird mit 3 Stunden angegeben - also nichts für den ambitionierten Marathonläufer. Achso, eine Freisprecheinrichtung (im rechten Hörer) ist auch integriert.

Klang und Lautstärke

Der Jabra Sport Wireless+ ist kein Klangwunder und möchte es auch nicht sein. In erster Linie steht hier die Funktionalität im Vordergrund. Kabelfreies Musikhören während der sportlichen Aktivität - stoß-, staub- und regengeschützt. Und das kann das Gerät sehr gut und ebenso überzeugend. Der Klang selbst ist ein wenig unausgeglichen und flach - es fehlt ein wenig an Tiefen und wir haben den Eindruck, dass die Bluetooth-Verbindung ein wenig Tonqualität schluckt, bzw. die Lautsprecher schnell an ihre Grenzen stoßen. Positiv fällt auf, dass noch deutlich die Umgebungsgeräusche wahrgenommen werden - das ist für uns als Jogger im Gegensatz zum Musikfreak wichtig. Die einstellbare Lautstärke ist ausreichend, es könnte aber noch ein bisschen mehr kommen.

Praxistest, 5,2 km, Waldwege, Musik: Rock&Funk

Der erste Test ging über eine Strecke von 5 km durch ein Naturschutzgebiet, hauptsächlich Waldwege und keinerlei Verkehr. Beim Aufwärmen habe ich die Jabras nach ca. 20 Sekunden sicher um die Ohren befestigt und starte mit einem Knopf auf der Seitentaste das Abspielen meiner MP3-Sammlung - es funktioniert ohne Probleme. Ich trabe los und stecke das Gerät in meine linke Jackentasche, erinnere mich dabei an den Armgurt, den ich zu Hause vergessen habe und an die Anleitung, das Gerät nur auf der rechten Seite des Körpers zu tragen. Also schnell die Tasche gewechselt - doch Moment, die Musik ruckelt und hat deutliche Aussetzer. Empfang nicht ausreichend, denke ich und nehme das iPhone in die rechte Hand. Nun funktioniert es und ich kann mich auf den sportlichen Teil konzentrieren. Nach wenigen Schritten ist mir die Lautstärke nicht mehr ausreichend und ich suche den Knopf am rechten Ohr, um die Lautstärke zu erhöhen. Treffer nach 2 Sekunden - alles gut. Die nächste Aufnahme ist etwas leiser, also versuche ich erneut die Lautstärke zu verändern, schalte aber aus Versehen die Radioübertragung ein. Egal, schnell wieder umgestellt, doch lauter geht es selbst mit der Lautstärkeregelung des Mobiltelefons nicht mehr. Da könnte noch etwas mehr Leistung gebracht werden.

Mir kommen ein paar Spaziergänger mit Ihren Hunden entgegen, die sofort die Hunde festhalten. Ich bedanke mich beim Passieren artig und kann trotz Musik Ihre Antwort verstehen: "Gern geschehen!" Ich bin also nicht abgeschottet, prima.

Nach ca. 2 km merke ich eine leichte Druckstelle im linken Ohr. Das ist aber nicht störend, da das Gerät an sich kaum zu spüren ist. Das Gewicht und die Kabelfreiheit sind optimal - es reibt und raschelt nichts, und kein störendes Kabel baumelt am Hals herum. Die Knöpfe funktionieren (wenn man sie trifft) sehr gut und man hat nicht das Gefühl, das sich die Stöpsel lockern oder gar ganz vom Ohr rutschen. Der Sitz ist also gewährleistet - meiner Meinung nach dürfte hier etwas mehr Spielraum sein - 100%ig sitzt das Gerät bei mir nicht und es bietet keine erkennbaren Einstellungsmöglichkeiten. Nach 3 km fange ich leicht an zu schwitzen und merke, das der Kopfhörer feucht wird - der Lautsprecher dudelt aber unbekümmert weiter. Eine Stimme warnt mich bei Kilometer 4, dass die Akkuleistung schwach ist (ich hatte wohl vergessen, die Kopfhörer nach dem letzten Gebrauch am Vortag abzuschalten), doch ich komme ohne Probleme ans Ziel. Beim Auslaufen teste ich noch kurz den Radio-Empfang mit einem zufällig gefundenen Sender. Der Empfang ist klar, wenn auch qualitativ nicht perfekt. Ich ziehe beide Endstücke aus dem Ohr und fast wäre mir das Gerät auf den Boden gefallen - es sind ja keine Kabel dabei, an denen ich die Kopfhörer sonst herunterbaumeln lassen kann. Daran muss man sich wohl erst noch gewöhnen.

Mein Fazit: Toll ist die sportliche Einsatzvielfalt, solide verarbeitet und ohne Kabel ein klasse Sportkopfhörer. Der Klang ist befriedigend, aber man hat beim Sport auch wenig von astreinem Tonerlebnis, sondern sollte sich lieber auf seine Strecke konzentrieren. Angenehm empfand ich, dass Außengeräusche dennoch wahrgenommen werden können.

Praxistest, 4,5 km, Urban, Musik: Charts

Das Anlegen der Jabras ist kein Problem, die Verbindung habe ich schon vorab zu Hause eingerichtet und kann entsprechend loslegen. Gut beschallt laufe ich der Sonne entgegen, höre genug Geräusche um mich nicht zu erschrecken wenn ich überholt werde und absolut Klasse ist das Gefühl, ohne schlackerndes Kabel durch die Gegend zu laufen. Klanglich ist der Kopfhörer in Ordnung und es reicht allemal für den Sport. Meine Strecke führt mich über zwei Brücken mit Hochleitungen für Züge. Hier fängt auch der Kopfhörer an zu knistern und verliert einmal kurz die Verbindung. Nach drei Kilometern teste ich kurz den Radioempfang. Während des Laufens ist es schwierig, die kleinen Knöpfe am rechten Element zu finden. Ich versuche es einige Sekunden, bis es mir schließlich gelingt. ich laufe den letzten Kilometer mit verschiedenen Radiosendern. Auch das funktioniert ohne Probleme und ich finde es erfrischend, einmal nicht meine schon 20 Mal durchgehörten "Jogging Hits" zu ertragen.

Mein Fazit: Ein innovativer Kopfhörer für Menschen mit Bluetooth-Player. Klanglich in Ordnung und für den Sport ausreichend. Für mich ein empfehlenswerter Kopfhörer für Gelegenheitsläufer wie mich.

Pros: Kabelfrei über Blootooth, Gewicht, keine Reibungsgeräusche, Außengeräusche deutlich wahrnehmbar
Contras: Klang nicht ausgewogen, Kopfstücke wirken störend, Bluetooth verpflichtend und somit auf bestimmte Geräte beschränkt

Hier geht es zum Einzelbericht

 

 

MARLEY - Redemption Song

tl_files/maximalpuls/img/kopfhoerertest/house-of-marley-redemption-song.jpgRedemption Song steht für Authentizität pur. Poliertes FSC-zertifiziertes Holz, strapazierfähige, stoffbezogene Kabel, Griffaussparungen - hier wurde kein Detail ausgelassen. Und der Sound ist wie das Design - echt. Jede Note ist so zu hören, wie es sein soll. Das gilt insbesondere für den Bass. (Quelle/ Bildquelle: thehouseofmarley.de)

Auspacken und erster Eindruck

Bunt und mit Holz - das ist unser erster Eindruck. Der Kopfhörer von MARLEY (Farbe: Mist) sieht interessant aus: Die Ohrstöpfsel sind aus grauem Kunststoff mit einem grauen Gel-Aufsatz (fünf Stück in unterschiedlichen Formen und Größen werden ingesamt mitgeliefert), dahinter befindet sich ein Bauteil aus Echtholz mit Membranausgang/Gitternetz an der Rückseite. Die stoffüberzogenen Kabel kommen in Jamaica-Farben daher (hauptsächlich schwarz mit grün, gelb, roten Einsätzen), das Kabellende (3,5mm Klinkenstecker) ist vergoldet und mit einem kurzen Knickschutz versehen. Die Kabelweiche ist gleichzeitig die MFI-Fernbedienung/Freisprecheinrichtung aus stabilem Hartplastik - ingesamt ein hochwertig wirkendes Gerät. Gerade das mit einem Stoffgewebe überzogene Kabel könnte die Störgeräusche, die isolierende inEar-Kopfhörer leider oft sehr deutlich übertragen, deutlich reduzieren. Auch scheint hier das lästige Verwickeln des Kabels in der Tasche kein Problem zu sein, da das Kabelstück etwas störrisch wirkt und sich nicht von selbst aufrollt, wie es die handelsüblichen Plastikkabel gerne machen. Im Ohr empfanden wir die Gelaufsätze als recht angenehm und kaum störend. MARLEY setzt bei diesem Kopfhörertyp auf die totale Abschottung von der Aussenwelt, was beim Jogging schnell gefährlich werden kann, wenn man z.B. überholende Radfahrer nicht hört. Doch dazu später mehr im Praxistest. Ein Hinweis am Rande: MARLEY produziert diesen Kopfhörer aus wiederverwertbarem Aluminium und FSC-zertifiziertem Ahorn-Holz. Wir sind also durchaus ökologisch unterwegs.

Klang und Lautstärke

Der Redemption Song : Mist macht ordentlich Dampf bei einem ausgewogenen Klangbild. Der Bass kommt kräftig an und auch die restlichen Tonlagen sind gut ausgesteuert. Der Hersteller beschreibt das was wir hören als Ergebnis von  High-Definition 9 mm Schwingspulentreibern im optimal abgestimmten Gehäuse. Das mit dem High-Definition können wir als nicht-audiophile Normaltester nur bestätigen. Auch in puncto Lautstärke braucht sich der inEar nicht zu verstecken. Ein Tester hat sich gar die Hörer schnell wieder aus den Ohren gezogen, da ihm die Einstellung vom Vortester doch wohl zu laut war. Störend empfinden wir in diesem Zusammenhang die totale Abgeschirmtheit von der Außenwelt. Das ist auf dem Sofa oder in der U-Bahn perfekt und durchaus wünschenswert, beim Lauftraining ist uns ein wenig Wahrnehmung jedoch durchaus wichtig. Bei Bewegung raschelt natürlich auch hier das Kabel an der Kleidung und gibt die Geräusche als dumpfes Pochern an die Ohrhörer weiter - jedoch auf Grund des Stoffmantels nicht ganz so prägnant wie bei den Geräten mit Plastik-Kabel. Wie sich das auf den Hörgenuss im Training auswirken wird, zeigt sich erst im Praxistest.

Praxistest, 4,5 km, Wald, Musik: Rock

Die Kabel der Redemptions sind etwas störrisch, aber einmal im Ohr haben sie mir die Strecke über gut gedient. Aber erstmal zum Anfang. Auf dem Parkplatz habe ich mir die Kopfhörer angelegt, im iPod das Kabel eingesteckt und beim Aufwärmen die Playliste angeschmissen. Der Klang hat mich überzeugt, auch die Stecker im Ohr merkt man nach einigen Sekunden nicht mehr. Nach dem Loslaufen fällt mir unmittelbar das Rauschen und Rascheln des Kabels auf, dass die Bewegungsgeräusche recht ungedämpft an die Ohrstöpsel weiterleitet. Die Kopfhörer haben allerdings einen so guten Klang, dass ich die Lautstärke einfach etwas nach oben varriere und schon laufe ich fast ohne Nebengeräusche die Waldwege entlang. Nach 2 km fängt es stark an zu regnen. Ich mache mir kurz Gedanken um die Holzverkleidung, laufe aber ohne Einschränkungen weiter. Klanglich bleibt alles so gut wie bisher. Ich bin allerdings komplett von der Außenwelt abgeschirmt und nehme nur die Musik und das Kabelgeraschel wahr. Die Fernbedienung am Kabel funktoniert selbst während des Laufens intuitiv und ohne dass ich mich Verdrücke. Nach knapp 4,5km ist meine Runde beendet. Im trockenen Auto werfe ich einen Blick auf die Holzteile - keine Beeinträchtigung durch den Regen.

Fazit: Schade, dass die Kopfhörer die Kabelgeräusche laut wiedergeben. Klanglich und vom Tragekomfort sind die Redemption Song : Mist super!

Praxistest, 12 km, Wald und Seewege, Musik: Pop

Los geht es, meine Lieblingsstrecke um den See und durch den Wald erwartet mich bei leicht diesigem Wetter. Ich stecke die Redemptions in meine Ohren und starte die Musik. Kurz aufwärmen und los geht es. Ich jogge die ersten 2 km über verschiedene Waldwege und fühle mich klanglich gut beschallt. Nach 10 Minuten startet ein Akkustiklied, das ich auf Grund der Raschelgeräusche schnell weiterdrücke. Ich denke, das Kabel der Kopfhörer verursacht durch das Laufen diese Geräusche. Bei "normaler" Musik kann ich dies aber kaum heraushören und begebe mich nach ca. 2,5 km auf den Seeweg. Die Sonne kommt heraus, es wird etwas wärmer und ich fange an zu schwitzen, was die Kopfhörern aber weder in Sachen Halt noch Klang beeindrucken kann. Die Runde um den See höre ich verschiedene Lieder aus unterschiedlichen Musikrichtungen und empfinde den Klang durchweg als angenehm. Die Kopfhörer erfüllen perfekt Ihren Zweck, auch auf dem Rest der Strecke.

Fazit: Durchweg für den Sport geeignet - lediglich das Kabel scheint nicht gut gewählt.

Pros: leicht, guter Klang
Contras: Holz (Feuchtigkeit) Abgeschirmtheit, Kabel ist laut

Hier geht es zum Einzelbericht

 

 

Creative Aurvana Air

Creative Aurvana AirErstklassige Bügelohrhörer mit stabilen Ohrbügeln aus Memory-Metall in attraktivem Design, die exzellenten Klang bieten.  (Quelle/ Bildquelle: de.creative.com)

Auspacken und erster Eindruck

Der 16 g schwere "Premium Sport Ohrhörer für Ihren aktiven Lebensstil" wird mit einem Transport-Täschchen inkl. Kabelaufwicklung aus Plastik und vier Schaumstoffüberziehern geliefert. Der Kopfhörer macht einen hochwertigen, wenn auch etwas filigranen Eindruck, da gerade die Flexnium™-Ohrbügel sehr dünn ausfallen. Das Material wird allerdings als extrem stabil und flexibel beschrieben, was wir jetzt einfach mal so glauben (vorsichtige Biegetests bestätigen die Aussage). Der 3,5 mm Klinkenstecker ist vergoldet und mit einen metall-Kabelschutz verstärkt am 1,2 m langen Kabel angebracht. Das Kabel selbst ist vollgummiert (sauerstofffrei) und hat eine feste Kabelweiche, die sich allerdings durch einen Kabelhalter zusätzlich nach oben verschieben lässt. Laut Hersteller ist das Kabel nicht zu verheddern. Was uns fehlt ist die fast schon obligatorische Fernbedienung, denn oft ist das Abspielgerät ja doch irgendwo am Körper fixiert und schwierig zu erreichen. Die Ohrstöpsel der InEars sind aus poliertem Metall, was einen futuristischen, edlen Eindruck hinterlässt. Der Bügel ist flexibel mit einem Gelenk am Kopfhörer angebracht, was der Anpassung an unterschiedliche Ohrgrößen zugutekommt. Die Anbringung am Ohr ist dadurch sehr einfach und ein umständliches Experimentieren wie bei Kopfhörern mit festem Bügel fällt angenehmerweise weg. Der Kopfhörer ist extrem leicht und nach wenigen Sekunden hat man nicht mehr den Eindruck, dass man überhaupt ein Gerät am Ohr trägt. Bei zweien unserer Tester machten sich aber die relativ großen Ohreinlässe durch ein Druckgefühl bemerktbar. Umgebungsgeräusche werden noch deutlich wahrgenommen, da die Kopfhörer nicht tief ins Ohr hineinragen. Der Lautsprecher selbst ist zur Ohrseite hin mit einem feinmaschischen Gitter geschützt. Hinten befindet sich ein Schlitz, der speziell für den Bass verantwortlich ist. Der Kabeleingang am Kopfhörer ist zusätzlich durch einen Überzug vor Feuchtigkeiten geschützt. Scheuergeräusche des Kabels fallen nur minimal aus.

Klang und Lautstärke

Der Klang der Aurvana Air ist beim ersten Testen überraschend gut für inEar-Lautsprecher, die das Ohr nicht komplett abschließen. Der Bass ist angenehm zu spüren, die Mitteltöne sind klar und sauber. Lediglich die Hochtöne sind etwas stark ausgesteuert, was schnell zu einem unangenehmen Gefühl im Ohr führt, gerade bei hoher Lautstärke und Musik aus der Konservendose. Diese ist übrigens gut bis befriedigend und lässt sich auch für die Fans von sehr lauter Musik bis kurz vor die Schmerzgrenze erhöhen. Creative beschreibt die Technik als Neodymium-Magnettreibern mit extrem feinen, hochwertigen Membranen und gestimmten Bass-Schlitzen - diesem ist von unserer Seite nichts mehr hinzuzufügen. Klang gut, jetzt wird die Anwendung im Freien bei Wind und Wetter auf der Joggingstrecke getestet.

Praxistest, 7,2 km, Waldwege, Musik: Rock

Auf dem Waldparkplatz angekommen lege ich die Aurvana an - das geht erstaunlich einfach, da sich die Bügel gut nach oben wegdrehen und am Ohr wieder fixieren lassen. Die Kopfhörer sitzen gut und ich starte meine Waldrunde. Das Wetter ist prima und ich freue mich auf meine Tour.

Erstaunt stelle ich bereits nach ca. 300 m fest, dass ich die Kopfhörer am Ohr kaum noch spüre, so leicht sind diese. Auch gibt es keine störenden Geräusche durch die Kabel. Selbst der Stecker sitzt sehr gut (ich habe mein iPhone dabei, der Klinkenstecker hat einen kleinen Fehler, doch hier läuft es reibungslos). Der Klang ist beim Laufen erstaunlich gut - lediglich die Tiefen kommen nicht so gut zur Geltung wie bei den wirklich inEar Kopfhörern, die den Bass zu Lasten der Umgebungsgeräusche forcieren. Wenn ich meinen Kopf zur Seite drehe, klackert der metallene Kabelschieber am Sensor meines Herzfrequenz-Brustgurtes, aber damit kann man leben.

Nach 2km überhole ich eine Frau mit insgesamt drei Hunden. Da diese Ihre Vierbeiner direkt zu sich pfeift und so den Weg für mich frei macht, bedanke ich mich beim Überholen und kann Ihre Antwort trotz recht hoch eingestellter Lautstärke relativ deutlich hören. Der Aurvana lässt also (für mich gut) die Außengeräusche durch.

Bei Kilometer drei geht es lange bergauf. Meine Pulsuhr zeigt den oberen Bereich meiner geeigneten Pulsfrequenz an und ich fange an zu schwitzen, so dass mir erste Tropfen auch ins Ohr laufen - doch der Kopfhörer macht weiterhin gut seinen Dienst. Probeweise fühle ich den Sitz der Stöpsel - alles prima und an der richtigen Position.

Was mir eindeutig fehlt ist die Fernbedienung am Kabel, denn auf dem Album das ich höre bin ich bei einer Ballade angelangt - nichts für jemanden, der gerne durch Musik gepusht wird. Lauter, leiser, Liedwechsel muss ich am iPhone selbst vornehmen. Da hätte Creative noch Luft nach oben.

Ich drehe meine Runde ohne Vorkommnisse zu Ende. Am Auto nehme ich die Kopfhörer ab und verstaue Sie in meiner Tasche. Zu Hause nehme ich das Knäuel wieder aus der Hosentasche. Die gebogenen Bügel haben sich im Kabel ganz gut verheddert, doch das Problem lässt sich schnell lösen, da die Kabel nicht wirklich fest verknotet sind. Für den Transport eignet sich dann doch die mitgelieferte Tasche mit dem Plastikelement zum Aufrollen des Kabels und der Halterung für die filigran wirkenden Bügel. Aber an diesen Akt hat man ja auch nicht immer Lust.

Mein Fazit: Die Creative Aurvana sind gut für den Sport geeigent. Lediglich die Fernbedienung lässt ein wenig Komfort vermissen. Durch das geringe Gewicht und die dünnen Bügel lässt sich der Kopfhörer fast unbemerkt tragen. Klanglich ist das Gerät für den Sport durchaus geeignet, wenn auch keine Spitzenleistungen erzielt werden.

Praxistest, 6,0 km, urban, Musik: Akkustik

Heute kann ich nur schnell nach der Arbeit eine kurze Runde um die Häuser drehen. Im Laufen versuche ich die Aurvana ans Ohr zu bringen, scheitere aber auf der linken Seite und muss kurz anhalten - geschafft. Die Musik läuft schon und ich lasse mich wie gewohnt treiben und lausche den Akkustikklängen. Der Klang ist gut, wenn auch etwas flach, was mich aber keinesfalls stört. Ich kann auch Autos und sonstige Geräusche um mich herum wahrnehmen, was ich sehr gut finde und mich bei Kreutzungen und Überquerungen in meiner Sicherheit verstärkt. Kurz vor dem Ziel fängt es schauerartig an zu regnen - die Musik läuft unbeirrt weiter. Auch hier sind die Creative Kopfhörer nicht fehl am Platz.

Fazit: Gut für den Sport geeigent. Das Anlegen "on the fly" ist Gewohnheitssache.

Pros: leicht, klang gut für vor dem Ohr sitzende Kopfhörer, Bügel einfach anzulegen
Contras: großer Lautsprecher, keine Fernbedienung, Hochtöner zu dominant

Hier geht es zum Einzelbericht

 

 

Monster iSport Intensity

Monster iSport IntensityiSport Intensität liefert kompromisslose Audioqualität mit einer komfortablen Passform, für Ihre härtesten Trainingseinheiten. Treibende Rhythmen, stampfender Bass. iSport Intensity gibt Ihnen die Kraft für den Zieleinlauf. (Quelle/Bildquelle: http://store.universal-music.co.uk)

Auspacken und erster Eindruck

Sportlich kommt er daher, der iSport Intensity von Monster, in einer schwarz und giftgrünen Farboptik. Das grüne 1,2 m lange und sehr flexible Kabel ist auffallend flach, der vergoldete 3,5 mm Klinkenstecker mit einem Knickschutz versehen. Die fixierte Kabelweiche wird zusätzlich durch einen verschiebbaren Ring unterstützt. Am linken Kabelstrang befindet sich eine spritzwassergeschütze Fernbedienung mit Mikrofon. Die Ohrstöpsel selbst wirken auf Grund der eigenwilligen Form der Gummiaufsätze sehr futuristisch. Die Aufsätze selbst (drei verschiedene Größen werden mitgeliefert) lassen sich problemlos wechseln und liegen bequem im Ohr - kein Tester hat mit Druckstellen oder ähnlichem zu kämpfen, obwohl der Sitz als fest und stabil wahrgenommen wird. Dies ist wohl dem nach oben gebogenem Innenohr-Haken zuzuschreiben, der den Stöpsel am Ohr von innen fixiert. Hat man die Stöpsel im Ohr korrekt ausgerichtet, werden die Umgebungsgeräusche nur leicht gedämpft wahrgenommen - ein Pluspunkt für uns als Läufer. Kabelgeräusche, die durch Reibung am Körper entstehen, werden nicht oder nur sehr gedämpft an die Ohren übertragen. Mitgeliefert werden zudem eine Kunststofftasche und eine Kabelklemme, um das Lautsprecherkabel an der Kleidung zu fixieren. Laut Hersteller ist der Kopfhörer für den schweißtreibensten Sport geeignet, da er sich sehr einfach reinigen lässt. Diesen Eindruck haben wir auch - solide, wassergeschützte Verarbeitung. So sollte ein Sportkopfhörer sein.

Klang und Lautstärke

Klanglich würden wir den Monster iSport im oberen Mittelfeld einordnen. Der vielfach angepriesene Monster-Sound kommt hier nicht 100%ig zur Geltung, was wohl an der Bauweise der Ohrstöpselaufsätze liegt. Der Klang ist leicht dumpf, hat aber eine ordentliche Bassausbeute (deutlich, aber nicht druckvoll) für einen Kopfhörer, der das Ohr nicht vollständig schließt und Außengeräusche durchlässt. Abgesehen vom klanglich dumpfen Eindruck sind Hoch- und Mitteltöne gut ausgesteuert. Man gewöhnt sich allerdings schnell an den Klang und es stört nach einigen Minuten nicht weiter. Bei unseren Testern mit Vorliebe für elektronischer Musik hat sich sogar das ein oder andere Grinsen ins Gesicht geschlichen - die Lautstärke ist definitiv ausreichend und geht bis unter die Schmerzgrenze des ein oder anderen Probanden. Das Gerät könnte ein guter Mittelweg zwischen Klang und praktischer Anwendung (Sport) sein. Wir gehen jetzt erstmal mit dem Gerät auf die Joggingstrecke.

Praxistest, 4,5 km, Straße und Park, Musik: Indyrock

Auf geht es. Im Hausflur ziehe ich mir die Monster iSport an, verlege das Kabel über die Öffnung in der Jacke direkt in die Tasche, drücke Play und laufe unsere Straße entlang. Direkt mal etwas lauter machen. Nach 2 Minuten kommt ein Auto von hinten, das ich früh genug akkustisch bemerke - sehr gut, die Kopfhörer lassen auch Außengeräusche durch. Der Klang ist gut, die Musik stimmt, das Wetter passt und auch die Ohrstöpsel sitzen fest im Ohr. Ich laufe einige Minuten, höre verschiedene Interpreten und spiele ein wenig mit der Fernbedienung herum. Ich komme mit dem Bedienelement auf Anhieb klar. Nach 3 km erhöhe ich mein Tempo und baue ein paar Sprints ein. Auch hier sitzen die Kopfhörer stabil im Ohr, der Klang ist gut und auch mit erhöhtem Körperschweiss sind keine Einschränkungen zu spüren. Plötzlich frischt der Wind etwas auf, was sich am Kopfhörer durch ein rascheln bemerkbar macht - sind das etwa die Nebenwirkungen der doch relativ großen Ohrstecker? Schwer zu beurteilen, ich mache einfach die Musik etwas lauter und laufe die letzten 100 m im Totalsprint. Noch völlig außer Atem starte ich mit dem Dehnen und bin auch hier vom Halt der Kopfhörer angetan. Ich knülle die Kopfhörer gedankenverloren in die Tasche und stampfe durch unseren Hausflur, da denke ich plötzlich an das Kabelgewirr, dass einen sonst beim Auspacken der Kopfhörer erwartet. Neugierig ziehe ich das Exemplar aus meiner Tasche und bin erstaunt: Das Kabel lässt sich ohne weiteres entwirren. Auch im Ohr habe ich keinerlei Druckstellen oder unangenehme Empfindungen - die Größe S der Ohrpolster scheint für mich gemacht zu sein.

Mein Fazit: Super Sportkopfhörer mit klasse Klang bei gleichzeitig guter Geräuschwahrnehmung und gutem Ohrgefühl.

Praxistest, 9,0 km, Wald und Seeweg, Musik: Elektronisch

Ich laufe heute eine für mich neue Strecke, die mir ein Freund empfohlen hat. Der perfekte Lauf, um die Monster iSport Intensity ausführlich zu testen. Die Kopfhörer lassen sich mehr als einfach anbringen. Das ständige Gefummel entfällt. Ich drücke auf Play und werde auf den ersten Schritten schon klanglich sehr gut auf meinen Lauf eingestimmt. Klang und Halt sind gut und auch auf hartem Boden habe ich nicht das Gefühlt, dass sich die Kopfhörer lockern könnten. Auch höre ich deutlich die mich von hinten überholenden Radfahrer und kann auch noch den Gruß anderer Jogger vernehmen.

Ich laufe weiter. Nach etwa der Hälfte der Strecke spiele ich ein wenig mit der Lautstärke herum. Die Monster Kopfhörer haben wirklich in allen Klanglagen und Lautstärken einen guten Sound. Und auch als es anfängt leicht zu nieseln, verliert sich der Sound nicht in unerwünschte Nebengeräusche, zu denen meine bisherigen Kopfhörer bei Nässe gerne neigen. Die Fernbedienung lässt sich intuitiv bedienen und ich habe keinerlei Probleme bei der Liedauswahl oder der Lautstärkenregulierung. Als nach ca. 9 km meine Runde zu Ende ist, nehme ich die Ohrstöpsel aus dem Ohr. Auch jetzt fühle ich keine Druckstellen. Perfekt.

Fazit: So muss ein Kopfhörer für den Laufsport sein.

Pros: guter Sitz im Ohr, Kabel dünn und nicht verwirrbar, wassergeschützt
Contras: leicht dumper Klang

Hier geht es zum Einzelbericht

 

 

audio-technica ATH-CKP500

audio-technica ath-ckp500Audio-Technicas ATH-CKP500 active-fit In-Ear-Kopfhörer wurden besonders komfortabel und ergonomisch gestaltet, und für die Anwendung während der meisten sportlichen Aktivitäten entwickelt. (Quelle/Bildquelle: http://eu.audio-technica.com)

Auspacken und erster Eindruck

Der Hersteller liefert mit zehn Paar Gelaufsätzen (drei Paar für die Ohrbefestigung, sieben Paar für den Ohrkanal - sehr schwierig zu wechseln) die wohl größte Auswahl der hier getesteten inEars. Was uns direkt auffällt ist das Kabel, denn die üblichen 1,2 Meter werden erst durch eine Kabelverlängerung erreicht. Der Sitz zwischen Kabel und Kabelverlängerung ist nicht vollisoliert und nicht sehr fest, so dass wir hier eine Schwachstelle vermuten. Das schwarze Kabel ist vollgummiert und kann mit der inkludierten Kabelklemme an der Kleidung befestigt werden. Die Position der Kabelweiche kann durch einen zusätzlichen Plastikschieber verändert werden. Die beiden 3,5 mm Klinkenstecker sind vergoldet und jeweils mit einem Knickschutz verstärkt. Wer eine Fernbedienung oder Freisprecheinrichtung sucht, macht sich vergeblich auf die Suche. Auch audio-technica setzt bei den wasserfesten Kunststoff-Ohrsteckern auf eine zusätzliche Arritierung durch einen Gelbügel, der den Stecker im Ohr fixiert. Dadurch, dass hier eine weiche Vollgummisubstanz eingesetzt wurde, wirken die Bügel weniger störrisch und störend als bei den Modellen mit Drahtfixierung. Der Sitz ist gut und stabil und der Bügel hält die eigentlichen Stöpsel dort wo sie sein sollten, nämlich im Ohr. Beim Tragen des 8 g schweren Geräts ist man akkustisch relativ stark von der Außenwelt abgeschirmt. Dafür liegen dem Gerät drei verschiedene gewölbte/gerillte Gelaufsätze bei, die den Großteil Umgebungsgeräusche durchlassen sollen. Das werten wir persönlich als sehr gute Lösung. Gerne würden wir einen der kleineren Aufsätze testen, bekommen diesen aber nicht angebracht. Nach 10 Minuten geben wir gernervt auf und nutzen den mittelgroßen Aufsatz, der sich etwas einfacher aufziehen lässt.

Klang und Lautstärke

Der Klang der ATH-CKP500 ist gut, der Bass ist kräftig. Gerade bei akkustischer Musik machen die Kopfhörer der japanischen Audiofirma ein gutes Bild. Der Klang ist klar, wenn auch nicht herausragend ausgesteuert - dennoch hört man damit viele Nuancen. Lediglich bei voller Lautstärke reisst der Ton etwas aus und wird leicht anstrengend. Aber wir rennen ja auch nicht mit den erreichbaren 110 db durch den Wald, von daher sind diese Tonbereiche eher nebensächlich oder für den Endspurt gedacht. Jetzt werden wir das Gerät bei unserer Hauptanwendung testen: Jogging.

Praxistest, 5,5 km, Waldwege, Musik: Rock

Der Wind bläst, es nieselt leicht. Für mich ein super Wetter für meine Waldrunde. Am Parkplatz packe ich meine ATH-CKP500 aus der Jackentasche und stecke das Kabel in mein iPhone. Mist - ich habe die Verlängerung vergessen, also halte ich das Gerät wohl in der hand, denn das Kabel ist mit 0,6 m ohne das Verlängerungsstück ca. 10 cm zu kurz, um es in der Jackentasche zu tragen. Die Kopfhörer selbst lassen sich innerhalb von Sekunden am Ohr anbringen und sind nach kurzer Zeit nicht mehr zu spüren. Die Innenohrhalterung ist sehr dehnbar, was das Anziehen sehr vereinfacht. Musik an auf moderate Lautstärke und los geht es im lockeren Lauftempo. Doch was ist das? Das Kabel macht einen Höllenlärm durch meine Bewegung an der Kleidung. Es rauscht und rummst nur so im Ohr. Ich versuche, die Musik lauter zu drehen, doch die Störgeräusche bleiben vorhanden. Ich drücke und drehe an den Kopfhörern herum und erst als ich zu Lasten des Klangs die Ohrstöpsel nicht mehr den Gehörgang zu 100% verschließen lasse, wird es besser. Dafür ist die Musik nun eher blechern und der vormals gut akzentuierte Bass fehlt völlig. So macht mir das Ganze keinen Spaß, denn der linke Kopfhörer ist mir bereits fast herausgerutscht in dieser lockeren Halterung. Enttäuscht ziehe ich im Laufschritt beide Kopfhörer ab und stecke Sie in die Jackentasche. Das war also nichts.

Mein Fazit: Auf Grund der lauten Geräusche, die das Kabel bei Bewegungen nahezu ungefiltert an die Ohrstöpsel weiterleitet, sind die Kopfhörer mit dem Aufsatz zur Abschirmung der Aussengeräusche nichts für das Jogging. Beim nächsten Mal werde ich die geriffelten Aufsätze testen, vielleicht sind diese besser geeignet.

Praxistest, 4,2 km, Straße, Musik: Popmusik

Ich teste heute die audio-technika erneut, diesmal auf der Straße bei einer kleinen Feierabendrunde. Auch mit den geriffelten Aufsätzen kann das Gerät nicht wirklich überzeugen. Während des Laufes war es leicht windig und das hat man deutlich gehört. Auch ist das Obermaterial (Gummi) sehr staubanziehend, so dass die Kopfhörer schnell verdrecken. Reinigen lassen sich diese wiederum recht gut und einfach.

Pros: guter Sitz und Halt im Ohr, Vollplastik und gut zu Reinigen, viele Aufsätze, u.a. Klangdurchlässig, Klang gut
Contras: Kabel 2x0,6m anfällig für Störungen, keine Fernbedienung, Pads schlecht zu wechseln, laute Störgeräusche

Hier geht es zum Einzelbericht

 

 

audio-technica ATH-CKP200iS

audio-technica ath-ckp200isDer ATH-CKP200iS wurde für alle Arten von sportlichen Aktivitäten entworfen. Basierend auf den ATH-CKP200 enthält das Nachfolgermodell ein integriertes Mikrofon und Kontrolleinheit für Annahme und Beenden von Gesprächen, Musik- und Lautstärkeregelung mit einem Knopfdruck. (Quelle/Bildquelle: http://eu.audio-technica.com)

Auspacken und erster Eindruck

Der Ohrbügel-Kopfhörer von audio-technica wird mit insgesamt 7 Ohraufsätzen geliefert, davon vier abschottend und drei gerillte Exemplare, die Außengeräusche durchlassen sollen. Die normale Kabellänge von 1,2 m lässt sich beim Kopfhörer nur durch das beigelegte Verlängerungskabel erreichen - eine mögliche Schwachstelle bei Regen oder stark schweißtreibenden Aktivitäten, denn die Verbindungsstelle ist nicht zusätzlich isoliert - hier trifft die vergoldete und knickgeschützte 3,5 mm Klinke mehr oder weniger offen auf das weibliche Gegenstück. Das Kabel selbst ist vollgummiert und schwarz, unterhalb der Kabelweiche ist eine Fernbedienung mit manuellem (beinflusst nicht das angeschlossene Abspielgerät) Lautstärkeregler , Freisprecheinrichtung und einer Taste für Start und Stop. Wir vermissen die Tasten zum Liedwechsel, denn so muss man bei Nichtgefallen den MP3-Player selbst bedienen. Die Kopfhörer selbst sind aus wasserabweisendem und dadurch leicht zu reinigendem Plastik gefertigt. Der schwarze-goldene Ohrbügel ist praktischerweise mit einer Feder versehen, so dass das Gerät problemlos und ohne viel herumprobieren angebracht werden kann und es sich an die jeweilige Ohrgröße mit leichten Druck anpasst. Die Kabel sind im Verbindungsbereich zu den Bügeln zusätzlich gegen Feuchtigkeit übergummiert. Die Ohrstöpsel ragen in das Innenohr hinein und werden zusätzlich noch von einem Halterungsgummi im Ohr fixiert. Der Sitz ist gut und nicht zu aufdringlich - nach wenigen Minuten spürt man die 9 g leichten Kopfhörer kaum noch am Kopf. Zusätzlich wird eine Klemme zum Anbringen an der Kleidung mitgeleifert. Mittels einer Schlaufe kann zudem der linke Kabelstrang in der länge variiert werden.

Klang und Lautstärke

Der CKP200iS hat (bei tiefem Sitz im Ohr) ein klares Klangbild, ist jedoch recht hochtonlastig. Gerade bei elektronischer Musik in hoher Lautstärke fällt dies negativ auf. Der Bass selbst ist mittelkräftig und dadurch angenehm, nimmt er so den restlichen Klängen nicht die Wirkung. Mit dem zusätzlichen Lautstärkenregler sind die Ohrhörer mit 100 dB zu betreiben, was für das Joggen definitiv ausreichen sollte. Zwei Testern sind leichte Knack-Geräusche im ausgeschalteten Zustand des MP3 Players aufgefallen. Scheinbar sind die Lautsprecher hier durch irgendeinen Impuls angesprochen worden. Dies konnte aber nicht reproduziert werden.

Praxistest, 6,5 km, Waldwege mit vielen Steigungen, Musik: Rock

Das Anlegen der CKP200iS fand ich ein wenig schwierig. Die Kopfhörer sind aus Vollplastik und machen keinen sehr stabilen Eindruck. Als ich es dann doch geschafft habe, schalte ich mit meinen ersten Schritten die Musik ein. Diese kommt mir eher blechern als qualitativ hochwertig vor und ich versuche den Klang durch die Position im Ohr zu beeinflussen. Doch nur wenn der Innenteil tief ins Ohr gedrückt wird, verbessert sich der Klang. Und so tief ist es sehr unangenehm, zudem rutschen die Kopfhörer nach einigen Schritten wieder an die "normale" Position. Also jogge ich mit etwas leiserer und nicht sehr ausgewogenen Musik durch den Wald. Praktisch ist die Kabelklemme, die ich mir am Shirt festmachen kann und so das Kabelwirrwarr am Körper etwas eingrenzen kann.

Meinen Player trage ich am rechten Oberarm, daher habe ich mich für das kurze Kabel ohne Verlängerung entschieden. Der Teil mit der Fernbedienung fliegt mir allerdings so mit jedem Schritt um die Ohren - das stört arg mein Lauferlebnis. Nach einigen Minuten versuche ich mich an der Fernbedienung. Doch diese zeigt keine Reaktion auf Knopfdruck, egal wie oft und egal wie lange. Lediglich der Lautstärkeregler (Schieberegler) funktioniert, auch wenn ich auf Grund der radikalen Änderung des Pegels kurz zusammenzucke und schnell wieder herunterdrehen.

Da der Klang nicht so optimal und abschottend ist, kann ich Umgebungsgeräusche gut wahrnehmen. Beim weiteren Lauf fällt mir noch einiges zum Klang auf. Oft klingt es hohl oder verzerrt und auch in den Pausen zwischen zwei Liedern werden Störgeräusche übertragen.

Fazit: Der Kopfhörer ist in meinen Augen nicht gut für den Laufsport geeignet. Klanglich und funktionell konnte er wenig überzeugen. Dafür lässt er sich auf Grund seiner Materialien einfach reinigen.

Für einen zweiten Test war leider keine Zeit mehr, da audio-technica die Kopfhörer zurückgesandt haben wollte.

Pros: guter Sitz und Halt im Ohr, Vollplastik und gut zu Reinigen, viele Aufsätze, u.a. Klangdurchlässig, Klang ok, Preis/Leistung
Contras: Kabel 2x0,6m anfällig für Störungen, Fernbedienung ohne Liedwahl, Pads schlecht zu wechseln

Hier geht es zum Einzelbericht

 

 

Sennheiser CX 685

Sennheiser CX 685Diese robusten Ohrkanalhörer liefern einen satten Sound, bleiben beim Training an ihrem Platz und verzeihen auch das härteste Workout. Größenadapter für perfekten Sitz und Transporttasche sind im Lieferumfang enthalten. (Quelle/Bildquelle: http://www.sennheiser.de)

Auspacken und erster Eindruck

Sennheiser liefert seinen blau-schwarzen CX 685 mit drei verschiedenen Ohrstöpselgrößen aus. Das vollgummierte (Para-Aramid), 1,2 m lange Kabel wirkt steif und sollte nerviges Kabelentwirren verhindern. Der vergoldete 3,5 mm Klinkenstecker ist am Ende mit einem Knickschutz verstärkt. Mitgeliefert werden zudem eine Aufbewahrungstasche, eine Kabelklemme, zwei Ersatz-Membranschutzaufsätze und ein Werkzeuge, um diese anzubringen. Die Kopfhörer selbst sind vollständig aus Kunststoff. Ein Haltebügel fixiert die Stecker im Ohr und soll selbst bei "härtesten Workouts" für klangliche Unterstützung sorgen. Der Haltebügel lässt sich in der Höhe verstellen (Slide-To-Fit), allerdings erscheint uns die Einstellungsmöglichkeit als falsch herum konzipiert, da die Schiene sich im Ohr direkt wieder auf die Ausgangsposition zusammenschiebt, sobald man etwas Druck ausübt. Und dazu reicht schon die Belastung die o.g. Fixiereinrichtung automatisch erwirkt. Man müsste also im Ohr mit zwei Händen die Schiene ausfahren - ein nicht ganz durchdachtes Konzept wie wir finden. Wir testen das 14 g schwere Gerät mit den verschiedenen Aufsätzen und sind zum ersten Mal in der Situation, dass bei drei von vier Testern die kleinsten Aufsätze besser passen als die "normalen" in der Größe M, bei denen fast alle den Eindruck hatten, dass diese im Ohr drücken. Die Kopfhörer sind leicht und sitzen gut, so dass man sie nach wenigen Sekunden kaum noch spürt. Die Kopfhörer schliessen nicht vollständig ab, was wir als positiven Effekt beim Joggen ansehen. So kann man sich auch an den Umgebungsgeräuschen orientieren. Was uns eindeutig fehlt ist die Fernbedienung am Kabel. Gerade die Lautstärkenregelung ist sehr nützlich, um mal kurzzeitig etwas mehr von der Umgebung wahrzunehmen oder beim Motivationssong die Lautstärke zu erhöhen.

Klang und Lautstärke

Beim Sennheiser gehen die Meinungen unserer Tester auseinander. Vorab müssen wir an dieser Stelle auf die vorangegangene Beschreibung hinweisen, denn den meisten Testern sind die Ohrstöpsel leicht zu groß, so dass die kleineren Einsätze den Ohrkanal nicht vollständig verschließen: Der Klang der Sennheiser CX 685 ist (bei o.g. Ausstattung) nicht bahnbrechend, dass muss man von Anfang an feststellen. Dafür ist er ein typischer Sportkopfhörer und damit leicht, flexibel und wasserfest. So wirkt die abgespielte Musik leicht dumpf und die Hochtöne sind einen Tick zu laut. Der Bass ist ganz ordentlich, kommt aber nicht druckvoll genug an. Lediglich wenn man sich die Ohrstöpsel tief ins Ohr presst, oder die etwas zu großen M-Ohrstücke einsetzt, kommen die Tieftöne zur Geltung und der Klang verbessert sich deutlich um einige Punkte. Gerade der Bass legt dann klanglich und druckvoll zu. Dafür ist man dann auch wieder abgeschnitten von der Außenwelt und das Kabelgeraschel wird deutlich lauter. Und genau hier trennen sich die Meinungen, denn ein Tester (dem auch die Größe M-Aufsätze passen) läuft gerne geräuschlich komplett isoliert und bewertet den Klang der CX 685 mit der Schulnote 1 - die Vorfreude auf den Praxistest ist entsprechend groß.

Praxistest, 5,2 km, Waldwege mit vielen Steigungen, Musik: Hard-Rock
Die Kopfhörer sind sehr einfach zu "installieren". Mit einer Hand lassen sich die Ohrteile ohne Probleme im Ohr fixieren. Ich laufe los und lasse mich heute von Hardrock bedudeln. Das Kabel habe ich mit der mitgelieferten Kabelklemme am Shirt fixiert und bin positiv überrascht, da kaum Polter- oder Störgeräsuche durch das Kabel fabriziert werden. So laufe ich meine ersten 500 m und bin von den Kopfhörern erstmal überzeugt. Einfach anzubringen, keine Spielereien und der Klang ist für einen Lauf auch mehr als zufriedenstellend. Ich jogge meine Strecke wie gewohnt ab und erwische nach ca. 3 km eine Ballade, die sich wohl auf den iPod geschlichen hat. Jetzt vermisse ich die Fernbedienung am Sennheiser Kopfhörer und muss umständlich unter meine Jacke greifen. Auch das kleine Umschaltmanöver überstehen die Ohrtstöpsel ohne auch nur einen mm im Ohr zu verrücken, so empfinde ich es jedenfalls. Mich stört es auch nicht groß, dass ich die Grüße der entgegenkommenden Läufer nicht verstehe - es wird wohl immer ein "Hallo" sein und ich antworte ähnlich zurück. Man ist mit dem SX 685 tatsächlich fast vollkommen abgeschottet. Ein paar Geräusche dringen durch, aber der Großteil wird durch die Steckerform abgehalten. Nach 5 km, ich schwitze inzwischen deutlich, steigere ich mein Tempo und auch die Lautstärke. Auch hier machen die Kopfhörer keine Probleme. Einige Töne reißen etwas heraus, aber ich höre auch wirklich gerade sehr laute Musik. Am Ende der Strecke nehme ich die Kopfhörer aus den Ohren und bin überzeugt: Leicht, guter Klang, nicht viele Störgeräusche. Ein guter Sportkopfhörer, wenn auch nicht das Nonplusultra in Verarbeitung und Klang. Aber das muss ein Kopfhörer für den Sport meiner Meinung nach auch gar nicht sein. Prädikat: Empfehlenswert!

Praxistest, 9,0 km, Waldwege, Musik: Elektronisch

Zugegeben - die Sennheiser CX685 machen in der Hand nicht den hochwertigsten Eindruck. In den Themen Klang und Funktionalität hat mich der Test aber schnell überzeugt. Ohne viel Schnickschnack sind die Kopfhörer für eins gut - den Sport. Ich bringe die Ohrstecker an und starte meine Runde. Etwas umständlich ist die Bedienung meines Players, denn die CX 685 haben kein Bedienelement. Also muss ich etwas umständlich in der Tasche meine Musikauswahl anpassen. Das hätte Sennheiser noch anbringen sollen. Klanglich sind die Kopfhörer für mein Joggingvorhaben gut. Auch in Sachen Halt lassen sich die Ohrstecker nicht lumpen. Ich laufe meine Strecke und auch bei einem Teilstück, bei dem ich zwei umgestürzte Bäume überklettern muss, sitzen die Ohrteile fest im Ohr. Nach den 9km kann ich die Kopfhörer empfehlen. Klanglich sind sie gut, wenn auch nicht in absolut perfekter Ausgeglichenheit. Aber das benötigt man ja auch nicht beim Jogging.

Fazit: Für den Sport gemachte Kopfhörer, leider ohne Bedienelement, das ist aber auch das einzige Manko.

Pros: guter Sitz und Halt im Ohr, Vollplastik und gut zu Reinigen, Klang gut
Contras: Fernbedienung fehlt

Hier geht es zum Einzelbericht

 

Plantronics BackBeat FIT

Plantronics Backbeat FitWie auch immer Ihr Training gestaltet ist, das flexible, schweißresistente, schnurlose BackBeat FIT Stereoheadset hält Schritt. (Quelle/ Bildquelle: plantronics.com/de)

Auspacken und erster Eindruck

Die grellgrünen Kopfhörer von Plantronics werden mit einigem Zubehör ausgeliefert. Neben dem USB-Ladekabel liegt der Verpackung auch eine Transporttasche (die sich zum iPhone Armband umfunktionieren lässt) bei. Der Backbeat Fit ist der zweite Exot in unserem Test, denn wie auch der Jabra Wireless+ wird er über Bluetooth mit dem Abspielgerät verbunden. Der 24g schwere Kopfhörer wird mit einem Bügel hinter dem Ohr fixiert und zusätzlich mit dem Ohreinsatz im Innenohr festgeklemmt. Der Ohreinsatz lässt sich drehen und somit der individuellen Ohrform etwas anpassen. Das Kabel ist flach gehalten und wird hinter dem Kopf geführt. So hat man während des Laufens keinerlei Laster mit dem Verbindungskabel. Die Ohreinsätze sind aus Vollgummi und haben am Ende einen röhrenartigen Vorsatz, der ins Ohr hineinragt. Die Form ist vergleichbar mit dem bereits getesteten Monster iSport Kopfhörern. Die Verarbeitung ist hochwertig und spritzwassergeschützt. Das Anbringen am Ohr ist denkbar einfach und verursacht bei keinem unserer Tester größere Probleme. Auch das Koppeln mit iPhone oder Android-Gerät via Blueetooth funktioniert ohne nennenswerte Einschränkungen. Auffallend ist das geringe Gewicht - die Plantronics spürt man bereits nach wenigen Augenblicken nicht mehr. So sollte es auch sein. Steuern lässt sich das Gerät über zwei recht kleine Knöpfe auf den Ohrteilen. Lautstärke, Liedauswahl, Telefonunfunktion und Batteriestatus lassen sich so beeinflussen, bzw. ansagen. Die Verarbeitung wirkt insgesamt sehr hochwertig. Auch bei diesem "kabelfreien" Exemplar ist einer unserer Tester nicht begeistert, denn das iPhone nimmt er beim Laufen nicht mit. Plantronics gibt eine Laufleistung von 8 Stunden an, somit reicht die Akkulaufzeit auch für langsame Marathonläufer. Praktisch ist der DeepSleep-Modus: Sind Kopfhörer und iPhone außer Reichweite, wird der Schlafmodus aktiviert.

Klang und Lautstärke

Die Plantronic Backbeats haben einen auffallend satten Klang. Gerade wenn die inEar-Kopfhörer mit leichtem Druck eingesetzt werden, setzt sich der Bass optimal durch. Das Klangbild ist ausgewogen und auch die Funkverbindung scheint der Klangqualität keine Einbußen zu bringen. Die Lautstärke ist gut, jedoch könnte man noch etwas mehr herausholen.

Praxistest, 5,5 km, Wald, Musik: Rock

Los geht mein Test mit den Plantronics Backbeat Kopfhörern. Vor dem Aufwärmen mache ich mich an die erste Bluetooth Kopplung und bin erstaunt, wie einfach das doch tatsächlich ist. Nach ca. 10 Sekunden habe ich die Verbindung hergestellt, wähle meine Playlist und verstaue das Gerät in die Oberarmtasche. Klanglich gibt es überhaupt nichts auszusetzen, meine Musik hört sich sogar erstaunlich raumfüllend an. Die Kopfhörer habe ich vom Gefühl her bereits nach einigen Metern vergessen und spüre weder den Ohreinsatz noch das Kabel im Nacken. Positiv ist die Kabelfreiheit, die ich hier erlebe. Nach ca. 1,5 km biege ich in einen kleineren Waldweg ein und genieße den Lauf. Hier kommt mir zum ersten Mal ein junger Mann entgegen, der mich zwar grüßt, aber dessen Gruß ich nur halb verstehe. Es kommen also Geräusche durch, der Rest ist wohl Sache der Lautstärke. Ich persönlich bevorzuge eine sehr laute Beschallung während des Sports. Liedwechsel - es wird ruhiger. Keinerlei Kabel- oder Klopfgeräusche. Der Kopfhörer macht seine Sache gut, sehr gut.

Fazit: Ein sehr guter Laufkopfhörer ohne bemerkenswerte Einschränkungen.

Praxistest, 8 km, Urban, Musik: Elektronisch

Ich habe mich heute vorbereitet und die Backbeats bereits mit meinem iPhone gekoppelt. Es funktioniert alles reibungslos. Ich teste heute auch gleich meine neue Playliste und bin gespannt auf das Zusammenspiel. Schuhe zugebunden, die Kopfhörerbügel hinter das Ohr gelegt und auf gehts. Klanglich bin ich überzeugt, schon nach wenigen Schritten erhöhe ich die Lautstärke und starte durch. Kräftig und ohne Störgeräusche werde ich nun musikalisch begleitet. An der ersten Kreuzung drehe ich die Musik etwas leiser und kann dann sogar gut den mich umgebenden Verkehr wahrnehmen. Die nächsten Kilometer verlaufen sehr stressfrei. Sehr angenehm ist bei den Plantronics das man nicht durch ein vor dem Körper schlackerndes Kabel gestört wird. Der Kopfhörer ist zudem so leicht, dass man kaum etwas vom Gerät an sich wahrnimmt. Ich laufe meine Strecke wie gewohnt ab. Die Musik passt und der Klang ist prima. Den letzten Kilometer drehe ich noch einmal die Lautstärke deutlich nach oben und lasse mich kraftvoll anspornen. Wow - auch bei hoher Lautstärke kommt der Klang sauber rüber. Tolle Kopfhörer - nur beim Ausschalten habe ich meine Schwierigkeiten. Naja, das Gerät springt ja in den Schlafmodus, wenn es die Verbindung verliert. Also Bluetooth am Handy aus und die Kopfhörer in die Trainingsjacke.

Fazit: Wow. Eine glatte 1 von mir!

Pros: sehr satter und ausgewogener Klang, kabelfrei und nicht bewegungsanfällig, keinerlei Nebengeräusche
Contras: funktioniert nur mit Bluetooth-Geräten, Bedienknöpfe sind sehr klein

Hier geht es zum Einzelbericht

 

Jabra Rox Wireless

Legen Sie die Kabel beiseite und genießen Sie satten Dolby® Sound. Die Rox In-Ear-Kopfhörer liefern leistungsstarken, schnurlosen Sound in einem leichten und langlebigen Design. (Quelle/ Bildquelle: jabra.com.de)

Jabra Rox Wireless weiss

Auspacken und erster Eindruck

Jabra hat sich inzwischen auf dem Markt der Sportkopfhörer durchsetzen können. Mit den neuen Sport Rox will der Konzern auch im kabellosen Segment punkten. Beim Auspacken fällt vor allem das Gewicht auf, denn die neuen Rox sind extrem leicht (19g). Neben den Earwings (Innenohrbügel) sind noch unterschiedliche Aufsätze für das Innenohr vorhanden. Der In-Ear-Kopfhörer ist aus Stahl gefertigt, was Probleme mit Schweiß und Wasser verhindern soll. Das wasserdichte, recht flexible Kabel, dass die beiden Kopfhörer verbindet wird über den Nacken gelegt. Am rechten Kopfhörer befindet sich auch die Fernbedienung mit lauter/leider Tasten und dem Mikrofon für die eingebaute Sprachsteuerung, doch dazu später mehr. Weiterhin liegt dem Kopfhörer eine praktische Transporttasche bei. Unterstützt werden Bluetoot 4 und NFC, was das Verbinden zwischen iPhone und den Rox sehr vereinfacht. Die Akkulaufzeit wird mit 5,5 Stunden im Betrieb angegeben. Das sollte für die ein oder andere Runde reichen. Über ein mitgeliefertes USB-Kabel lassen sich die Kopfhörer einfach am PC aufladen. Auf der Packung prangt zudem das High Definition Dolby Logo. Da die Kopfhörer einen hochwertigen Eindruck machen, sind wir auf den Klang gespannt.

 

Klang und Lautstärke

Jabra konnte, im Vergleich zu den vorherigen Modellen, klanglich nachlegen. Der Rox hat ein ausgewogenens Klangbild, bringt jedoch nicht die volle Lautstärke, wenn wir den Kopfhörer zum Beispiel mit dem Teufel Move vergleichen. Er ist ein wenig leiser unterwegs - dafür stimmt der Klang. Aussengeräusche werden größtenteils abgeschirmt. Was uns auffällt und gefällt ist der Bass der Kopfhörer. Je nach Musikrichtung scheint sich dieser in der Durchsetzung anzupassen. Hier könnte das Dolby-System seine Wirkung entfalten.

 

Praxistest, 8,0 km, Wald und Straße, Musik: Elektronisch

Es wird Herbst in Deutschland. Auch an diesem Samstag Vormittag spürt man die kühle Luft und den vorangegangenen Regen, der noch in der Luft zu liegen scheint. Ich schnappe mir meine Rox Wireless, die ich zu Hause bereits mit meinem iPhone 6 gepaired habe. Dies ging überraschend einfach und problemlos. Auto abgeschlossen, die Rox ins Ohr gesetzt (die Earwings sind sehr einfach zu handhaben) und losgelaufen. Ich starte mit sanften Bässen und relaxter Musik meinen Lauf. Was mir auffällt: Das Kabel scheuert beim Laufen an meiner Trainingsjacke und produziert so ein ständiges Rauschen, dass sich auf die Kopfhörer überträgt. Ich muss das Kabel etwas justieren, damit es besser wird. Die ersten 2km laufe ich durch den Wald und lasse mich treiben - die Musik tut ihres dazu. Klanglich sind die Jabra Rox prima, doch mit zunehmenden Schweiß scheint der rechte Kopfhörer (an dem auch die Fernbedienung etwas nach unten zieht) aus meinem Ohr zu rutschen. Ich hätte vielleicht einen größeren Aufsatz nehmen sollen. So muss ich den Kopfhörer ein paar mal "nachjustieren". Die nächsten Kilometer laufen wie gewohnt und ich spiele ein bisschen mit der Fernbedienung herum, verändere die Lautstärke - klanglich wirklich überzeugend -, springe zwischen den Titeln hin und her und gerate wohl auf die Wiederwahlfunktion, die ich schnell beenden kann. Den letzten Kilometer nehme ich zum Anlass, um die Musik lauter zu stellen und hebe die Lautstärke bis zum Anschlag. Auch hier sind die Rox klanglich sauber, doch mir fehlt der Bass, der sich reduziert zu haben scheint.

Wieder zu Hause angekommen probiere ich noch die angepriesene Jabra Sound App aus. Hier soll laut Hersteller der Dolby Sound korrekt ausgenutzt werden. Da ich allerdings neben Soundcloud, iTunes und Deezer keine weitere App für meinen Musikgenuss nutzen möchte, wird dies für mich keine dauerhafte Lösung sein. Der Klang ist hier allerdings auch ähnlich wie mit den herkömmlichen Abspielsoftwares, vielleicht ein kleines bisschen klarer.

Fazit: Ein sehr komfortabler und klanglich tauglicher Laufkopfhörer ohne Einschränkungen. Unkompliziert im Handling und äußerst praktisch, da kein Kabel im Weg ist. Beim Laufen hatte ich das Gefühl, dass der Kopfhörer etwas locker sitzt. Dies kann aber mit Sicherheit mit einem der mitgelieferten Aufsätze korrigiert werden. Äußerst praktisch ist die Stromsparfunktion der Jabra Rox Wireless: Die Kopfhörer lassen sich magnetisch einfach zusammenklicken.

 

Praxistest, 21 km, Wald, Laufbahn, Musik: Indy, Rock

Heute ist einer der letzten Trainingseinheiten für eine Marathonteilnahme angesetzt. Ich mache mich also auf die 21km lange Strecke, die mich größtenteils durch den Stadtwald, die letzten 3 km auf die Laufbahn im Stadion führen wird. Ich darf heute die Jabra Rox testen. Weiße Kopfhörer, die mich beim Auspacken ein wenig an die Apple InEar-Modelle erinnern, nur dass diese hier etwas klobiger sind. Aber es steckt auch eine Menge Technik in den kleinen Teilen. Nachdem ich die richtige Aufsatzgröße ermittelt habe, verbinde ich die Kopfhörer über Bluetooth mit meinem Gerät. Das klappt erstaunlich einfach und ich kann unmittelbar mit der Musikwiedergabe starten. Hierfür habe ich mir die "mitgelieferte" App von Jabra heruntergeladen. Diese ist ebenfalls schnell eingerichtet und ich finde mich auf Anhieb zurecht. Play gedrückt, Schuhe geschnürrt und los geht meine Runde. Das iPhone trage ich am Armband, die Verbindung ist stabil. Die Kopfhörer kann ich schon nach ca. 5 Minuten nicht mehr spüren, so leicht sind die Klangbringer. Der Klang ist übrigens gut - ich bin allerdings auch nicht sehr anspruchsvoll, im Gegensatz zu meinen Testkollegen. Dazu höre ich meistens auch nicht sehr laut, denn gerade beim Jogging möchte ich meine Umwelt noch wahrnehmen. Das klappt gut mit den Rox - ich kann die Grüße der Nachbarn verstehen und höre die Hunde im Wald schon bellen, bevor ich sie sehe. Nach ca. 60 Minuten steigere ich dann doch mal die Lautstärke über das praktische Bedienelement, das die ganze Zeit dezent mit meinen Schritten mitwackelt (nicht sehr störend). Der Klang ist nach wie vor sehr gut, die Musik klingt prima. Nach ungefähr 90 Minuten spüre ich im rechten Ohr leichten Druck von den Innenohrpolstern, der nach ca. 2 Stunden auch links anfängt. Meine Ohren sind aber auch keine Kopfhörer gewohnt, das muss ich zugeben. Am Ende der Runde bin ich erschöpft, kann aber auf 21km gute Beschallung zurückschauen. Der Akku hat gehalten, die Verbindung war dauerhaft und ohne Einschränkungen und die Bedienung auch für nicht ganz technik-affine Sportler gut zu meistern.

Fazit: Für mich einer der besten Kopfhörer meiner Testlaufbahn. Leicht, guter Sitz und schöner Klang. Die Bedienung ist simple und die Betriebsdauer auch für längere Strecken ausreichend. Ich bin zufrieden!

Pros: leicht, kabelfrei, einfach zu bedienen, klanglich ausgewogen
Contras: funktioniert nur mit Bluetooth-Geräten, voller Funktionsumfang nur in Verbindung mit eigener Jabra App, maximale Lautstärke könnte höher sein

Hier geht es zum Einzelbericht

Zurück